Schützenkompanie Wilten

Die Tiroler Schützen haben nachweislich seit dem 14.Jh. immer wieder den Schutz der Heimat übernommen.
Am 23. Juni 1511 erließ Kaiser Maximilian für das Land Tirol das Landlibell aus dem unter anderem der bis 1919 bestehende Wehrauftrag für die Tiroler hervorgegangen ist.
Im Jahr 1610 ordnete Erzherzog Maximilian III als Landesregent eine Generalmusterung in der ganzen gefürsteten Grafschaft Tirol an, und damit traten die Wiltener Schützen ins Licht der Öffentlichkeit.
Auf Grund dieser Musterung hatte das Gericht Wilten insgesamt 14 Mann an das Landgericht Sonnenburg zu stellen:
4 Doppelsöldner, 5 Musketiere und 5 Haggenschützen,
welche nachweislich am 8. April 1648 zum exerzieren aufgefordert wurden. Sie dürften zum Teil aus der, bereits 1524 erstmals urkundlich erwähnten Schützengilde hervorgegangen sein.

Einige wichtige Daten in der Geschichte der Schützenkompanie Wilten sind:
1622
Besetzung der Ischgler Schanze um Einfälle der Graubündner abzuhalten.
1703
Während des spanischen Erbfolgekrieges Straßensperren um durchziehende fremde Truppen aufzuhalten. Bayrischer Rummel.
1714
Die Mannschaft hat ihre Offiziere, zu denen sie Vertrauen hat, selbst zu wählen.
1796
Die Wiltener bezogen mit anderen Kompanien Stellungen im Fleimstal(Südtirol), um heranrückende Franzosen aufzuhalten.
1797
Schlacht bei Spinges, die Franzosen wurden wieder zurück geworfen.
1809
An den Berg Isel Schlachten nahm die Kompanie unter Hauptmann Josef Patsch teil.
1866
Mit den Kaiserjägern gegen eine italienische Streitmacht (700 gegen 3.000) behauptet.
1914
Bei Kriegsausbruch waren die Wiltener bereits in anderen kaiserlichen Truppenkörpern aufgegangen.
1915
Nachdem alle wehrfähigen Männer im Krieg waren, und die Heimat ungeschützt war, stellten freiwillige junge und alte Wiltener Schützen die 1. Kompanie des Standschützen-Baons Innsbruck I auf, die unter härtesten Bedingungen an der Südfront zum Einsatz kamen.
Das waren die letzten militärischen Einsätze der Schützenkompanie Wilten.

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